WAS EINT WAS TEILT WAS BLEIBT WAS BESCHREIBT HINTERGRUND

Autoren

19 Journalistenschüler der Axel Springer Akademie haben eine Woche in Mödlareuth verbracht, um mehr über das Dorf und die Geschichten seiner Einwohner zu erfahren. Wer wir sind und was wir mit diesem Erlebnis verbinden, können Sie hier nachlesen.



->Céline Lauer
->Karolin Schneider
->Jennifer Fuhr
->Matthias Kluckert
->Thore Schröder
->Oriana zu Knyphausen
->Katharina Eißner
->Sophia Seiderer
->Simon Pausch
->Maria Gerber
->Marc Baron
->Johannes Wiedemann
->Nina Paulsen
->Sonja Vukovic
->Julia Finger
->Sabrina Treisch
->Kristof Stühm
->Sarah Fenske
->Judith Innerhofer





Céline Lauer
Céline Lauer
Quelle: Axel Springer Akademie

Céline Lauer


Die Mauer fiel in dem Jahr, in dem ich - im äußeren Südwesten Deutschlands - geboren wurde. Für mich war die DDR daher immer in jeder Hinsicht "weit weg": keine Realität, sondern nur ein abgeschlossenes Kapitel in den Geschichtsbüchern - obwohl die Mauer vor gerade mal zwei Jahrzehnten noch stand. Die journalistische Arbeit in Mödlareuth ist für mich deshalb vor allem eine Chance: zu sehen, zu verstehen und die Vergangenheit greifbar zu machen - gerade auch für die "Nach-Mauer-Generation". - Alle Artikel von Céline Lauer /
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Karolin Schneider
Karolin Schneider
Quelle: Axel Springer Akademie

Karolin Schneider


Ich komme aus Beeskow, einer Kleinstadt in Brandenburg, 30km entfernt von Polen. Am Tag als die Mauer fiel, war ich fünf. Ich erinner’ mich noch genau, wie mich meine Eltern in den Lada packten und wir alle zum Brandenburger Tor fuhren. Menschenmassen strömten in den Westen. Ich hatte Angst und weinte. Dann schenkte mir ein Mann einen großen roten Gasluftballon. Mein erster Luftballon der wirklich in der Luft schwebte. Ich war glücklich. - Alle Artikel von Karolin Schneider /
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Jennifer Fuhr
Jennifer Fuhr
Quelle: Axel Springer Akademie

Jennifer Fuhr


Das Datum des Mauerfalls konnte ich mir immer gut merken. Der 9. November ist ein Tag nach meinem Geburtstag. Ich war gerade sechs Jahre alt, meine Eltern starrten auf den Fernseher und ich habe mich bloß gewundert, wieso die Menschen sich so freuten. Für mich war es damals bloß eine Mauer. Ich war immer ein Kind des Westens. Bis ich dieses Jahr nach Berlin gezogen bin, in den Ostteil. Das Projekt Mödlareuth ist für mich etwas ganz Besonderes. Vielleicht hilft es mir, eine Vergangenheit kennen zu lernen, die ich selbst nie erleben durfte. - Alle Artikel von Jennifer Fuhr /
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Matthias Kluckert
Matthias Kluckert
Quelle: Axel Springer Akademie

Matthias Kluckert


Ich bin im Schwarzwald aufgewachsen - so nah an Frankreich, dass ich zu Fuß hätte dorthin gehen können. Grenzen, finde ich, sind zum Überwinden da. Mich schockiert die Vorstellung, hinter einer Mauer zu leben. Mein größter Traum: ohne Pass um die ganze Welt reisen. - Alle Artikel von Matthias Kluckert /
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Thore Schröder
Thore Schröder
Quelle: Axel Springer Akademie

Thore Schröder


Geboren in Hamburg, geprägt von Berlin. 20 Jahre im Norden, ein Jahr ganz im Süden (Neuseeland), seit 2003 in der Hauptstadt. Im Osten. Drei Jahre Studium (Politik / Soziologie), dann die quälende Frage: was nun? Erst Zufalls-Praktikum, dann freie Mitarbeit bei der B.Z.: Boulevard! Härte, Direktheit, immer spannend, immer viel los. Seit Januar 2009 glücklich lernend und arbeitend an der Axel Springer Akademie. Aktuelles Projekt: Mödlareuth! - Alle Artikel von Thore Schröder /
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Oriana zu Knyphausen
Oriana zu Knyphausen
Quelle: Axel Springer Akademie

Oriana zu Knyphausen


Persönliche Erinnerungen an die DDR-Zeit? Zum Beispiel eine Brieffreundschaft. Ein Gasluftballon, an den ich ein Schild mit unserer Adresse gehängt hatte, landete in einem Dorf bei Schwerin, im Garten der Familie Baum. Freude über Weihnachtsgeschenke wie Seife und Zahnputzzeug der Marke "Putzi", Verwunderung darüber, dass Baums uns nie besuchen konnten. 2 Jahre lang schickten wir Post hin und her und wenige Wochen nach dem Mauerfall stand überraschend der Trabbi von Baums vor unserer Tür. - Alle Artikel von Oriana zu Knyphausen /
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Katharina Eißner
Katharina Eißner
Quelle: Axel Springer Akademie

Katharina Eißner


Meine frühesten Erinnerungen reichen bis ins Jahr 1988, da war ich drei Jahre alt. Das sind Erinnerungen an meinen Kindergarten in Friedrichshain, an Milch in Plastiktüten, Zähneputzen mit "Putzi"-Zahnpasta, das Sammeln von Milka-Schokoladenpapier aus den seltenen West-Päckchen meiner Großeltern. Ich bin in Ost-Berlin geboren. Auch wenn meine Eltern die Stadt kurz nach dem Mauerfall verlassen haben und in den Westen gezogen sind, gehört die Teilung Deutschlands zu meiner Biographie. Mich über meine Erfahrungen von damals mit den Menschen aus Mödlareuth auszutauschen und ihre ganz persönlichen Geschichten zu erfahren, darauf freue ich mich bei unserem Besuch ganz besonders. - Alle Artikel von Katharina Eißner /
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Sophia Seiderer
Sophia Seiderer
Quelle: Axel Springer Akademie

Sophia Seiderer


Als Neu-Berlinerin wurde ich in diesem Jahr, dem 20. Jubiläumsjahr des Mauerfalls, zum ersten Mal direkt mit den Erfahrungen von Ost-und Westberlinern zu dieser Zeit konfrontiert. Den Mauerfall habe ich als Münchnerin (Jahrgang 1983) damals nur aus der Ferne, über Fernsehbilder, miterlebt. Vor meiner Ausbildung an der Axel-Springer-Akademie habe ich in München und London Europäische Geschichte und Kommunikationswissenschaften studiert. Damit bin ich aus historischer und journalistischer Perspektive daran interessiert, zu erfahren, wie die Dorfbewohner von Mödlareuth die Trennung durch die Mauer damals erlebt und bis heute verarbeitet haben. - Alle Artikel von Sophia Seiderer /
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Simon Pausch
Simon Pausch
Quelle: Axel Springer Akademie

Simon Pausch


Als in Berlin die Mauer fiel, war ich vier Jahre alt und wohnte in einem kleinen Ort in Nordrhein-Westfalen. 15 Jahre später begann ich ein Studium in Leipzig. Einer der ersten Menschen, die ich dort kennen lernte, war Thomas aus Zwickau. Er war genauso alt wie ich, und fand, dass in der DDR weiß Gott nicht alles schlecht gewesen sei. Im Gegenteil: Er fand auch, dass sich der Westen ruhig einiges abgucken sollte vom Osten. Einmal gab er mir das Kommunistische Manifest zu lesen. Glücklicherweise merkte ich mit der Zeit, dass nicht alle Leipziger so denken. - Alle Artikel von Simon Pausch /
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Maria Gerber
Maria Gerber
Quelle: Axel Springer Akademie

Maria Gerber


Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit überfahre ich mit dem Rad die Linie, wo noch vor 20 Jahren die Berliner Mauer stand. Das erinnert mich jeden Tag an die Teilung Deutschlands, zu der ich früher überhaupt keinen Bezug hatte. Meine erste Erinnerung an die Mauer ist etwa 21 Jahre alt: Meine Mutter erzählte mir, dass sie mit Papa in eine Stadt fährt, die in der Mitte durch eine Mauer geteilt ist. Ich weiß noch genau, dass ich das als 6-Jährige total komisch und sinnlos fand. Seit ich in Berlin lebe interessiert und berührt mich dieser Abschnitt deutscher Geschichte viel mehr. - Alle Artikel von Maria Gerber /
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Marc Alexander Baron
Marc Alexander Baron
Quelle: Axel Springer Akademie

Marc Baron


Als Ruhrgebietskind hatte ich wenig mit der DDR zu tun. Eine Bekannte meiner Oma schickte mir aus Dresden ab und an farbige Bauklötze. Daran erinnere ich mich gut, aber doch eher selten. An die Teilung werde ich mittlerweile täglich erinnert. Bei meinem Weg zur Arbeit komme ich jeden Morgen am Checkpoint Charlie vorbei. In Mödlareuth möchte ich Menschen beim Erinnern helfen. Erinnern, damit Ruhrgebietskinder wie ich, nicht vergessen. - Alle Artikel von Marc Baron /
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Johannes Wiedemann
Johannes Wiedemann
Quelle: Axel Springer Akademie

Johannes Wiedemann


Mödlareuth war wie Berlin während des Kalten Krieges von einer Mauer getrennt. Dennoch ist der Ort vielen Menschen wohl nicht bekannt. Auch ich hatte bis vor kurzem noch nie davon gehört, trotz meines ausgeprägten Interesses für Geschichte. Dabei haben sich dort erzählens- und erinnernswerte Schicksale abgespielt, die bislang sowohl von Historikern als auch Journalisten nicht genügend Beachtung erfahren haben. Ich hoffe daher, dass wir mit unserem Crossmedia-Projekt einen kleinen Teil dazu beitragen können, die Geschichte dieses kleinen, aber höchst interessanten Schauplatzes der Trennung von West- und Ostdeutschland zu beleuchten. - Alle Artikel von Johannes Wiedemann /
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Nina Paulsen
Nina Paulsen
Quelle: Axel Springer Akademie

Nina Paulsen


Meine früheste Erinnerung an Berlin ist genau 20 Jahre alt: Die Straßen voll Menschen, mein Vater trägt mich auf den Schultern. Was damals los war, habe ich aber erst später verstanden. Es war Sonnabend, der 11. November 1989, und die Ostberliner pilgerten seit zwei Tagen nach Westen. Für unzählige Menschen ein historisches Ereignis. Für meine Familie ein Wochenendausflug, der lange vorher geplant war. Ein schöner Zufall, der uns zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein ließ und den ich bis heute mit dem Stichwort "Mauerfall" verbinde. - Alle Artikel von Nina Paulsen /
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Sonja Vukovic
Sonja Vukovic
Quelle: Axel Springer Akademie

Sonja Vukovic


Der Grund, weshalb ich Journalisten geworden bin, ist: Ich glaube fest an die Demokratie als Chance und Aufgabe einer Gesellschaft. Und an die beobachtende, aufklärende Funktion der Medien in diesem System. 1985 in einer 3000-Seelen-Gemeinde nahe der niederländischen Grenze geboren, war die DDR für mich sowohl geografisch als auch historisch gesehen immer weit weg. Genau deshalb beschäftigt sie mich. Vor allem eins: Warum wünschen sich viele Ostdeutsche die DDR zurück. - Alle Artikel von Sonja Vukovic /
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Julia Finger
Julia Finger
Quelle: Axel Springer Akademie

Julia Finger


Als die Berliner Mauer fiel, war ich gerade mal drei Jahre alt und harrte in einem bayrischen Notaufnahmelager der Dinge. Wenige Tage zuvor waren meine Eltern mit mir und ihrem giftgrünen Russenauto über die Tschechoslowakei nach Westdeutschland geflohen. Hamburg wurde dann eher zufällig mein Zuhause. Aber in die neuen Bundesländer zu fahren, dorthin, wo ich geboren wurde und wo viele meiner Verwandten und Freunde leben, ist, als käme ich zurück - zurück in die Heimat. - Alle Artikel von Julia Finger /
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Sabrina Treisch
Sabrina Treisch
Quelle: Axel Springer Akademie

Sabrina Treisch


Meine Mama stand im Wohnzimmer und bügelte Wäsche. Im Fernsehen fiel die Mauer. Da war ich zwei. Ich wusste damals natürlich nicht, was das bedeutet. Ich wusste nicht, warum sich Mama so freut. Heute bin ich 22 und weiß, wieso. Mir steht die Welt offen. - Alle Artikel von Sabrina Treisch /
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Kristof Stühm
Kristof Stühm
Quelle: Axel Springer Akademie

Kristof Stühm


Nach Drüben, wie es meine Oma nannte, fuhr ich zum ersten Mal im Sommer 1990. Von Hamburg ging es im VW Passat nach Jena, zum Austausch mit dem Sportverein TuS Jena. Meine Erinnerungen an diese Reise sind schon etwas verblasst. Nur den hellblauen Trabbi meiner Gasteltern habe ich noch genau vor Augen. Zu viert passten wir ohne Probleme auf die Rückbank. - Alle Artikel von Kristof Stühm /
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Sarah Fenske
Sarah Fenske
Quelle: Axel Springer Akademie

Sarah Fenske


In Schleswig-Holstein und Hamburg aufgewachsen zu sein, ist wirklich großes Glück. Die Menschen sind freundlich, frei. Ich wünschte, jeder könnte dieses Glück erleben, in einer friedlichen und freien Umgebung aufzuwachsen und sein Leben auch so zu verbringen. - Alle Artikel von Sarah Fenske /
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Judith Innerhofer
Judith Innerhofer
Quelle: Axel Springer Akademie

Judith Innerhofer


Ich bin in Südtirol aufgewachsen- meine Muttersprache ist Deutsch, mein Pass italienisch. Die Menschen dort sprechen drei Sprachen, aber nicht jeder jede. Deshalb gibt es dort auch oft Mauern. Manchmal kann man sie überwinden, manchmal sind sie schwerer als Beton. - Alle Artikel von Judith Innerhofer /
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Team5 / 10.November 2009



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